Eine Erziehungsperson fällt aus - was kann ich jetzt tun?
Wenn ein Elternteil durch Krankheit oder eine Krise plötzlich ausfällt, gerät der gewohnte Familienalltag schnell ins Wanken. In solchen Momenten ist es gut zu wissen, dass Sie nicht alles allein schultern müssen. In der Verbandsgemeinde gibt es verschiedene Wege und Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner, um eine Haushaltshilfe oder die notwendige Betreuung für Ihre Kinder zu organisieren, damit Sie die nötige Entlastung finden.
Ihre ersten Anlaufstellen in der Verbandsgemeinde
Bevor Sie sich mit Krankenkassen oder Ämtern auseinandersetzen, können Sie sich an unsere lokalen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner wenden. Sie beraten neutral, kostenfrei und mit Herz:
- Die Kümmerin der VG Linz: Sie ist Ihre zentrale Lotsin. Sie kennt die regionalen Angebote und hilft Ihnen dabei, schnell die richtigen Kontakte zu knüpfen und erste bürokratische Hürden zu nehmen.
- Das Team der Gemeindeschwesterplus: Erfahrene Berater für die häusliche Versorgungssituation unterstützten Sie dabei, Hilfen im Alltag zu koordinieren, damit das Leben zu Hause weiterlaufen kann.
Sofort-Betreuung sichern: Was ist jetzt zu tun?
- Netzwerk aktivieren: Fragen Sie kurzfristig Familie, Freund:innen oder Nachbar:innen an und informieren Sie die Kita/Schule.
- Bei akuter Not: Ist die Situation ernst (z. B. Klinikaufenthalt und keine Aufsicht möglich), kontaktieren Sie das Jugendamt (Kreis Neuwied). Hier erhalten Sie schnell Hilfen zur Erziehung – im Akutfall auch eine Bereitschaftspflege.
3. Haushalt und Alltag überbrücken (Krankenkasse)
- Haushaltshilfe (§ 38 SGB V): Wenn die haushaltsführende Person ausfällt und ein Kind unter 12 Jahren (oder mit Behinderung) im Haus lebt, finanziert die gesetzliche Krankenkasse oft eine Haushaltshilfe.
- Der Weg: Den Antrag stellen Sie direkt bei Ihrer Krankenkasse (ärztliche Bescheinigung erforderlich). Die lokalen Beratungsstellen helfen Ihnen bei Bedarf beim Ausfüllen.
4. Professionelle & langfristige Unterstützung
- Hilfen zur Erziehung: Über das Jugendamt können passgenaue Leistungen wie die sozialpädagogische Familienhilfe oder Erziehungsberatung in Anspruch genommen werden.
- Rechtliche Vorsorge: Falls die elterliche Sorge längerfristig nicht ausgeübt werden kann, beraten das Jugendamt und Vormundschaftsvereine zur Einrichtung einer Pflegschaft oder Vormundschaft.
6) Reden hilft – Anlaufstellen
- Jugendamt (Kreis Neuwied) – Allgemeiner Sozialer Dienst (ASD); Telefon: 02631 803-0 (um Weiterleitung zum ASD bitten)
- Elterntelefon „Nummer gegen Kummer“: 0800 111 0550 (kostenfrei, anonym).
Mehr Informationen hier: https://www.familienportal.nrw/de/uvo/vereinbarkeit-umsetzen/ausfall-der-kinderbetreuung