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Digitaler Nachlass & Online Konten - was sollte ich regeln?

Antwort

Im Zeitalter der Digitalisierung hat mittlerweile (fast) jeder Mensch zahlreiche Online-Zugänge und Konten, wie z.B. E-Mail-Konten, Vertragskonten (z. B. Strom, Telefon), Online-Bankpostfächer, Cloud-Accounts, Handy-Apps, Konten bei sozialen Netzwerken (z.B. Facebook) etc. Es hilft, wenn eine vertrauenswürdige Person später weiß, welche digitalen Zugänge zu Ihnen gehören und wie diese verwaltet werden sollen.

1) Wer darf später etwas entscheiden oder einsehen?
Das bestimmen Sie: am besten mit einer Vorsorgevollmacht (Bevollmächtigte/Bevollmächtigter) und einem klaren Hinweis, wo die Zugänge hinterlegt sind (z. B. im Passwortmanager oder in einem versiegelten Umschlag).

2) Wie fange ich an – in drei kleinen Schritten?

  • Liste schreiben: Notieren Sie Ihre wichtigsten Konten (E-Mail, Cloud, Handy-Vertrag, Strom, Krankenkasse-App …).
  • Zugänge hinterlegen: Keine Passwörter in die Liste schreiben. Nur wo diese liegen (Passwortmanager / Notfallumschlag).
  • Vertrauensperson benennen: Name + Telefon in der Kontaktliste vermerken. Kurz besprechen, wo Ordner und Umschlag zu finden sind.

3) Wo bewahre ich das auf?

  • Zu Hause in einem Notfallordner (leicht auffindbar, nicht im Schließfach).
  • Eine Kopie der Liste an die Bevollmächtigten.

4) Kann ich bei großen Anbietern etwas vorbereiten?
Ja, große Anbieter verfügen über solche Funktionalitäten (z.B. Google: „Inaktivitäts­manager“ – bestimmt, wer Daten erhält oder das Konto schließen darf; Apple: „Nachlasskontakt“ – eine Person, die auf Daten zugreifen darf; Facebook: „Nachlasskontakt“ oder Konto in den Gedenkzustand.)

Entsprechende Vordrucke für eine Übersicht finden Sie hier:

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