Ihre Möglichkeiten – kurz erklärt:
Angebote zur Unterstützung im Alltag: Anerkannte Alltags-/Betreuungsbegleitung, haushaltsnahe Hilfe, Begleitung zu Terminen – meist abrechenbar über den Entlastungsbetrag.
Ambulante Dienste: Stundenweise Pflege/Betreuung zu Hause (z. B. Körperpflege, Betreuung, Haushalt). Mit Pflegegeld/Sachleistungen kombinierbar.
Tages-/Nachtpflege (teilstationär): Struktur am Tag bzw. Sicherheit in der Nacht – abends zu Hause. Entlastet Berufstätige und ermöglicht Erholung.
Verhinderungspflege: Ersatzpflege, wenn die Hauptpflegeperson verhindert ist (Urlaub, Krankheit, Termine) – zu Hause, per Dienst oder in einer Einrichtung (dann weiterhin Verhinderungspflege).
Kurzzeitpflege (vorübergehend stationär): Überbrückung nach Klinik oder in Krisen, wenn es daheim vorübergehend nicht geht.
Pflegekurse & Beratungsbesuche: Kostenfreie Schulungen, individuelles Coaching zu Handgriffen, rückenschonender Pflege, Umgang mit Demenz.
Psychosoziale Unterstützung: Angehörigengruppen, offene Treffs, Telefon-/Online-Beratung, ambulante Hospizdienste (entlastende Gespräche, Begleitung).
So gehen Sie vor (3 Schritte):
- Bedarf klären: Was entlastet Sie am meisten – kleine Pausen/Zeitfenster, Nächte, Haushalt, Begleitung?
- Kurz beraten lassen: Pflegestützpunkt kontaktieren und beraten lassen (Leistungen, Budgets, passende Anbieter).
- Leistung wählen & starten: Entlastungsbetrag/Verhinderungspflege/Kurzzeitpflege nutzen; bei ambulanten Diensten nach Direktabrechnung mit der Pflegekasse fragen.
Tipp: Kleine, regelmäßige Entlastungsinseln wirken besser als seltene große – planen Sie fix wiederkehrende Unterstützung ein.