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Pflege

Ab wann sollte ich mich mit dem Thema Pflege und "Leben im Alter" beschäftigen?“

Antwort

Am besten früher als gedacht – in guten Zeiten. Wer rechtzeitig über Wohnen, Unterstützung und Finanzen nachdenkt, bleibt länger selbstbestimmt, entlastet Angehörige und hat mehr Auswahl. Sie sollten sich spätestens damit befassen, wenn erste Veränderungen in Ihrem Alltag auftreten oder ein größerer Lebenswechsel (z.B. Renteneintritt, größere OP) ansteht.

Vorgehen:

  1. Ziele klären: Was ist mir wichtig (Selbstständigkeit, Sicherheit, Nähe zu Familie & Freunden)?
  2. Kurzcheck machen: Alltag, Wohnung (Barrieren), Notfallkontakte.
  3. Optionen ansehen: Unterstützung zu Hause, Tagespflege, Service-/Gemeinschaftswohnen, ggf. stationäre Angebote.
  4. Beratung nutzen: Pflegestützpunkte, Compass Beratung (privat Versicherte) – Leistungen, Zuschüsse etc.
  5. Finanzen & Vorsorge ordnen: Vollmacht/Patientenverfügung sowie Zusatzversicherungen.
  6. Kommunizieren: Familie und Freunde frühzeitig in Überlegungen und Wünsche einbeziehen.
  7. Plan regelmäßig prüfen: Kleine Dinge Schritt für Schritt angehen (z. B. Haltegriffe, Hausnotruf, Notfallkontakte).
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Welche Angebote gibt es in der Region?

Optionen im Überblick (kurz erklärt):

  • Zu Hause mit Unterstützung (punktueller Bedarf): Passt, wenn Sie grundsätzlich selbstständig sind, aber gelegentlich Hilfe brauchen
    Angebote/Dienste: Unterstützung durch Angehörige/Nachbarschaft, Alltags- und Betreuungsangebote, hauswirtschaftliche Hilfe, Essen-auf-Rädern, Kümmerin, GemeindeschwesterPlus, Hausnotruf, Wohnraumanpassung/Technik
  • Service-Wohnen / Betreutes Wohnen: Passt, wenn Sie eigenständig wohnen möchten – aber ein „Sicherheitsnetz“ wünschen.

Wer kann mich beim barrierefreien Umbau meiner Wohnung beraten?

Antwort

Für Planung, Finanzierung und Umsetzung von Maßnahmen zum barrierefreien Wohnen gibt es vor Ort unabhängige Beratung:

1) Persönliche Beratung vor Ort

2) Finanzielle Förderung

  • Pflegekasse: Bei den Pflegekassen kann man einen Zuschuss für „wohnumfeldverbessernde Maßnahmen“ beantragen. Dabei muss die Antragsstellung vor der Umsetzung erfolgen. (Mehr Informationen: BMG)
  • Land RLP / ISB: Beratung zur Wohnraumförderung (z. B. Darlehen/Zuschüsse im Rahmen der sozialen Wohnraumförderung); ISB-Beratungszentrum hilft bei Fragen.(Link: )
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