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Ab wann sollte man sich mit dem Thema "Leben im Alter" beschäftigen?

Selbstbestimmt die Zukunft planen

Am besten früher als gedacht – in guten Zeiten. Wer rechtzeitig über Wohnen, Unterstützung und Finanzen nachdenkt, bleibt länger selbstbestimmt, entlastet Angehörige und hat mehr Auswahl. Sie sollten sich spätestens damit befassen, wenn erste Veränderungen in Ihrem Alltag auftreten oder ein größerer Lebenswechsel (z.B. Renteneintritt, größere OP) ansteht.

In 3 Phasen zum persönlichen Zukunftsplan

Phase 1: Wünsche & Werte klären

  • Ziele definieren: Was zählt für mich? (z. B. Lange zu Hause bleiben, Sicherheit durch Technik, Nähe zur Familie)
  • Austausch suchen: Sprechen Sie offen mit Ihren Angehörigen über Ihre Vorstellungen. Das schafft Klarheit für alle Beteiligten

Phase 2: Check & Optionen prüfen

  • Wohnraum-Check: Wo gibt es Barrieren in Ihrer Umgebung? Lassen Sie sich beraten. Kleine Anpassungen wie Haltegriffe oder ein Hausnotruf lassen sich leicht umsetzen
  • Modelle kennenlernen: Informieren Sie sich über Unterstützung zu Hause, Tagespflege oder modernes Service-Wohnen in Ihrer Nähe und vereinbaren Sie vor-Ort Termine, um sich einmal umzuschauen
  • Beratung nutzen: Pflegestützpunkte (gesetzlich Versicherte) oder die Compass Beratung (privat Versicherte) bieten kostenlose und neutrale Hilfe

Phase 3: Formalitäten regeln

  • Vorsorge ordnen: Hinterlegen Sie Vollmachten und eine Patientenverfügung
  • Finanzen prüfen: Verschaffen Sie sich einen Überblick über Pflegekosten und ggf. vorhandene Zusatzversicherungen

Tipp: Sehen Sie diesen Plan nicht als starres Dokument, sondern prüfen Sie ihn alle ein bis zwei Jahre kurz nach. So bleiben Sie flexibel und sicher.